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Sein Lebensweg führte ihn von Wien über Reisen in alle Welt nach Hessen. Hier realisierte Herbert H. Schlapp, wovon so mancher Golfer träumt: einen eigenen Golfplatz.
Aus Schottland brachte er nicht nur die Golfbegeisterung mit nach Schotten am Vogelsberg, sondern auch eine Idee, die damals in Deutschland geradezu revolutionär war: Der Platz sollte öffentlich und wirklich jedermann zugänglich sein. Somit wurde Schlapp zum Pionier einer Entwicklung, die die deutsche Golflandschaft nachhaltig veränderte und heute nicht mehr wegzudenken ist: Golf wurde Breitensport.
In die Medien geriet der Golfplatz in Schotten-Eschenrod aber auch noch aus einem anderen Grund: Mitten in einer grünen Diskussion um Golfplätze als Monokulturen (Rasen) und Landschaftsverbrauch für wenige Privilegierte setzte Herbert H. Schlapp eine umweitgerecht gebaute und gepflegte Anlage, die selbst den kritischen Augen des WWF gerecht wurde. Dichtes Unterholz, hohe, selten gemähte Wildwiesen-Roughs und Gänseblümchen auf den Grüns waren lange Zeit ein Markenzeichen des GC Schotten, auf das die Mitglieder des Clubs stolz waren. Der Unkrautstecher (für Gänseblümchen und Löwenzahn) wurde zum Markenzeichen ihres Präsidenten.
Seine Mission hat Schlapp nicht nur Bewunderung, sondern auch viel Ärger eingebracht. Mit Wiener Charme und hessischem Dickschädel hat er die Hürden gemeistert.
Heute gibt es in Deutschland rund 300 öffentliche Spielmöglichkeiten – Umweltschutz und umweltverträgliche Bewirtschaftung sind bei Golfplatzarchitekten, Management und Greenkeepern fest verankerte Werte. Herbert H. Schlapp war und bleibt ein Vordenker.
Quelle: VCG-Aktuell, 03/2007 www.vcg.de
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